Nach der Ankunft am Donnerstag und einem ersten, intensiven Schnuppertag in der französischen Schule am Freitag, hieß es für die Austauschgruppe: Ab ins Wochenende! Während die Gastfamilien in Écommoy ein Programm der Extraklasse auffuhren, genossen sowohl die Schüler:innen als auch die Lehrkräfte die Zeit in vollen Zügen – wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise.
Zwischen High-Tech-Kurven und echtem Teamgeist
Die französischen Gastgeber bewiesen großes Geschick bei der Freizeitgestaltung. Ein besonderes Highlight für viele Jugendliche war das E-Kart-Fahren. Ganz im digitalen Stil und absolut umweltfreundlich jagten sie über den Asphalt – Adrenalin ohne Abgase. Wer es lieber klassisch-sportlich mochte, traf sich mit den Austauschpartnern zum Fußballspielen. Auf dem Rasen zeigte sich schnell, dass Fairplay und Teamgeist keine Übersetzung brauchen.
Was bei keiner Aktivität fehlen durfte, war die Verpflegung mit Carambars. Für die Schüler:innen sind diese Karamellstangen alte Bekannte: In der Heimat dienen sie oft als lebensrettende Nervennahrung während Klassenarbeiten oder zittrigen Sprechprüfungen. In Écommoy wurden sie nun in rauen Mengen als Vorrat eingekauft.
Ein Weltwunder im Wattenmeer: Mont Saint-Michel
Einige wenige Schüler:innen begaben sich auf eine Reise in den Norden zum beeindruckenden Mont Saint-Michel. Diese mittelalterliche Abtei auf einem gewaltigen Granitfelsen ist nicht umsonst UNESCO-Weltkulturerbe. Das Besondere an diesem Ort ist das dramatische Spiel der Gezeiten: Je nach Wasserstand ist der Berg entweder komplett vom Meer umschlossen oder über das Watt erreichbar. Ein Anblick, der bei den Jugendlichen für Staunen sorgte und die Geschichte Frankreichs lebendig werden ließ.
Lehrkräfte im „Zwangsurlaub“
Während die Schüler:innen so gut in ihre Gastfamilien integriert und mit ihren Aktivitäten beschäftigt waren, fanden sich die begleitenden Lehrkräfte plötzlich in einer ungewohnten Rolle wieder: Sie hatten am Wochenende schlichtweg „keinen Job“.
Die gewonnene Zeit nutzten sie jedoch für die deutsch-französische Völkerverständigung und besuchten das berühmte Schloss Villandry. Den meisten ist dieses architektonische Juwel aus dem Französisch-Lehrbuch bekannt, doch die realen, geometrisch perfekt angelegten Renaissance-Gärten vor Ort zu erleben, war noch einmal eine ganz andere Erfahrung. Neben der Kultur stand hier vor allem die Pflege sozialer Kontakte im Mittelpunkt, um die Verbindung zwischen den Schulen weiter zu festigen.
Vom Schüleraustausch zur Blitz-Karriere auf dem Hof
Den wohl ungewöhnlichsten Weg schlug eine Schülerin ein, die das Wochenende für einen radikalen „Karrierewechsel“ nutzte: Sie wurde kurzerhand zur Landwirtin ausgebildet. Statt Vokabeln standen nun praktische Einblicke in die französische Landwirtschaft auf dem Plan. Wie sie sich im Hühnerstall geschlagen hat, bleibt eines der großen Geheimnisse dieses Wochenendes. Neugierig auf die Details? Haltet die Augen offen: Hier kommt das Video zum Wochenende , das mehr sagt als tausend Worte! 🎬 Dankeschön für das tolle Video, liebe Emilia!
Autorin: Frau Baronkin
Video: Emilia Acis (G10a)





