Morgens um 8 Uhr 30 trafen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Seminarfachs vor dem (nicht zu übersehenden) Fallturm an der Universität Bremen. Während einige mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisten (Endstation der Straßenbahn war in der Nähe) bildeten andere Fahrgemeinschaften und kamen mit dem PKW.
Nach einem kleinen Spaziergang durch den Technologiepark Bremen mit vielen Instituten zu denen uns Herr Brandt oft viele weitere Informationen geben konnte, gelangten wir um kurz vor 9 zum Gebäude des DLR Forschungszentrums.
Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen haben wir spannende Einblicke in die Entwicklung und den Bau von Satelliten und Landestützen bekommen. Diese bilden die Grundlage für weltweite Online-Kommunikation und Navigation. Dabei durften wir hautnah in die Forschungslabore schauen und miterleben, woran dort gearbeitet wird. Besonders interessant war auch die für 2026 geplante MMX-Mission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA zum Marsmond Phobos – der dafür entwickelte Rover wird direkt am DLR-Standort Bremen gebaut. Fotos durften hier aufgrund der strengen Sicherheitsbestimmungen nicht gemacht werden. (Autor: Jakob)
Im Anschluss an den Besuch der Forschungseinrichtung wechselten wir in das Nachbargebäude, in dem unter anderem das DLR Schoollab untergebracht ist. Im Aufenthaltsraum wurden wir noch einmal mit den Vorschriften vertraut gemacht, unter anderem durften im Schoollab wegen eines benachbarten Funklabors keine Handys eingeschaltet sein und wir konnten uns voll auf die Experimente konzentrieren. Dazu wurden die SchülerInnen in 3 Gruppen aufgeteilt, die nacheinander jeweils ca. 1 Stunde mit einem Mitarbeiter intensiv zu einem Teilgebiet der Strahlungsphysik etwas erarbeiten konnten:
Gruppe 1 (Teilchenstrahlung):
Im Labor wurden uns verschiedene Experimente zum Thema „Strahlung“ vorgeführt. Ein sehr interessantes Experiment veranschaulichte die Ausprägung und Art verschiedener Strahlentypen von diversen radioaktiven Materialien. Wir haben gelernt wie Alpha-, Beta- und Gamma Strahlung entsteht und wie man sich vor ihnen schützen kann. (Autoren: Hannah, Judika)
Gruppe 2 (Kurzwellige Strahlung / Röntgenstrahlung):
Heute haben wir einen Vortrag vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu hören bekommen. Es ging um ein Thema, das wir alle vom Arzt kennen: Röntgenstrahlung. Was genau jedoch dahinter steckt, vor allem in der Forschung und auch im Weltall, war uns vorher nicht so klar. Die Röntgenstrahlung ist eine besonders energiereiche Form von Licht - viel stärker als das, was wir sehen können. Sie kann Dinge durchleuchten, deshalb wird sie z.B. beim Arzt genutzt. Röntgenstrahlen können jedoch auch schädlich für den Menschen sein, wenn er sie zu häufig abbekommt. Aber auch im All spielt Röntgenstrahlung eine große Rolle: Dort entsteht sie bei extrem heißen und gewaltigen Vorgängen, zum Beispiel beim explodieren von Sternen. Mit speziellen Weltraumteleskopen kann man diese Strahlung einfangen und so Dinge sehen, die sonst unsichtbar bleiben würden. Röntgenstrahlung hilft also dabei, überall hinter die Oberfläche zu blicken, im Körper, in Bauteilen und sogar im Universum. (Autoren: Paul, Max und Christian)
Gruppe 3 (Langwellige Strahlung / Infrarot):
Im Rahmen unseres Seminarfachs bei Herrn Brandt hatten wir die Gelegenheit, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen zu besuchen und dort ein spannendes Experiment zum Thema Infrarotstrahlung durchzuführen. Ziel des Experiments Das Ziel des Experiments war es, ein besseres Verständnis für die physikalischen Eigenschaften von Infrarotstrahlung zu entwickeln, ihre Unsichtbarkeit für das menschliche Auge zu begreifen und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser Strahlung zu erkennen – sowohl in der Forschung als auch im Alltag. Ablauf und Inhalt Nach einer kurzen Einführung in die elektromagnetische Strahlung wurde uns erklärt, dass Infrarotstrahlung eine Form von elektromagnetischer Wellenstrahlung ist, die längere Wellenlängen als sichtbares Licht besitzt. Das bedeutet, dass sie für das menschliche Auge unsichtbar ist. Dies war für uns besonders eindrücklich, da uns bewusst wurde, wie viel außerhalb unseres sichtbaren Wahrnehmungsspektrums liegt. Anhand eines Experiments mit einer Wärmebildkamera konnten wir „sichtbar machen“, was unser Auge nicht erkennen kann: Temperaturunterschiede in unserer Umgebung. Besonders spannend war es zu beobachten, wie sich die Wärmeabstrahlung von verschiedenen Objekten – z. B. unserem Kopf, einer Hand oder Adern im Arm – in Falschfarben darstellen ließ. Diese Kamera nutzt infrarotes Licht, um Wärme sichtbar zu machen, und findet unter anderem Anwendung bei der Gebäudethermografie oder in der medizinischen Diagnostik. Anwendungen von Infrarotlicht Ein besonders interessanter Teil des Besuchs war die Diskussion über die verschiedenen praktischen Anwendungen von Infrarotstrahlung. Uns wurde erklärt, dass Infrarotlicht unter anderem eingesetzt wird: zur Unterstützung des Heilungsprozesses bei Muskelverletzungen durch gezielte Erwärmung des Gewebes (z. B. durch Infrarotlampen), zum Ablesen von Temperaturen mithilfe kontaktloser Thermometer oder Wärmebildtechnik, in der Astronomie, wo Infrarotteleskope verwendet werden, um Himmelsobjekte zu untersuchen, die im sichtbaren Licht nicht erkennbar sind, und auch in Sicherheits- und Überwachungstechnik, da Infrarotkameras bei Dunkelheit „sehen“ können. Fazit: Der Besuch beim DLR in Bremen war für uns eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Besonders eindrücklich war die Erkenntnis, dass Infrarotstrahlung – obwohl für uns unsichtbar – eine bedeutende Rolle in vielen Bereichen des täglichen Lebens und der Forschung spielt. Das Experiment mit der Wärmebildkamera hat uns nicht nur physikalisches Wissen vermittelt, sondern auch ein Gespür dafür, wie Technik genutzt wird, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Brandt für die Organisation und beim Team des DLR für die anschauliche Durchführung. (Autoren: Eyck, David)
Im Anschluss hatten alle noch einmal Zeit zum "freien Experimentieren". Das bedeutet, man konnte sich - je nach Interesse - mit einem der vielen anderen Experimente im Schollab beschäftigen und / oder den Mitarbeitern Fragen stellen. So konnte man sich z.B. mit dem "Myonen Tekeskop" beschäftigen. Ein Gerät, das mit Detektoren Myonen (für uns unsichtbare Strahlung aus dem All) registriert und dann mit Hilfe eines Projektors in einer Kuppel für uns in unterschiedlichen Farben (je nach Energie) sichtbar macht.
Nach dem Besuch beim DLR machten wir uns auf den Weg zum Mittagessen in die Mensa der Universität Auf dem Weg dorthin haben wir einen kleinen Überblick über das weitläufige Gelände der Universität bekommen. In der Mensa angekommen konnten wir zwischen verschiedenen Gerichten wählen. Zur Auswahl standen Gemüseschnitzel, Mini-Frühlingsrollen, Caesar Salad oder individuell zusammengestellte Teller von der sogenannten KombinierBar. Das Essen war für Mensa-Verhältnisse durchaus in Ordnung. Auffällig war, dass die Mensa deutlich größer ist als die unserer Schule, was sich vor allem an der langen Schlange an der Geschirrrückgabe zeigte. (Autoren: Luca, Florian)
Auch unser Besuch in der Unibibliothek war sehr aufschlussreich. Wir wurden im Eingangsbereich abgeholt von Dr. Uwe Staroske. Dieser hat uns dann IPads mit Quizfragen gegeben und um diese zu beantworten und herauszufinden, wie die Bibliothek eigentlich funktioniert, mussten wir in Zweierteams kreuz und quer durch die Unibibliothek laufen. Danach hat Dr. Staroske noch weitere unserer Fragen beantwortet. Einige Fun Facts: in der Unibibliothek stehen mehrere Millionen Bücher, natürlich nur wissenschaftliche, und auch nicht-Studierende können für nur 10€ im Jahr einen Bibliotheksausweis erhalten. Personen unter 18 Jahren brauchen jedoch eine Einverständniserklärung ihrer Eltern. Zum Abschluss haben die Studenten Brian und Thilo noch über ihren Alltag im Studiengang "Systems Engineering" berichtet. Da wir als Q1 bald vor dem Abschluss stehen, war dies auch sehr interessant. Die generelle Meinung war übrigens, dass Schule stressiger als Studieren sei, also gute Aussichten für die Zukunft. Insgesamt gab der Besuch in der Unibibliothek einen guten Eindruck von diesem Teil des Studienalltags, der durch das Gespräch mit den Studierenden nur erweitert wurde. (Autoren: Florentine und Yuliia)
Ganz besonderen Dank auch noch an den ehemaligen KGS-Schüler Brian, der noch mitten im Abbau des Sommerfestes des Studentenwohnheimes steckte und dennoch kurzfristig mit seinem Kommilitonen Thilo einen tollen Vortrag zum Studentenalltag gehalten hat!
Nachdem in der Mensa irgendwie das Thema aufkam, mussten wir auf dem Rückweg noch schauen, ob eine weitere Sehenswürdigkeit noch existiert:
Im Gegensatz zu unserer Schule hat die Universität Bremen im GW 2, dem Gebäude für Geisteswissenschaften, eine geschlechtsneutrale Toilette und dies sogar schon seit den 80ern. Diese ist einfach mit einem "G" gekennzeichnet und liegt etwas versteckt zwischen den verworrenen Gängen. (Autor: Florentine)



