Am Donnerstag, den 19.02.2026 besuchten die Klassen G10a und G10b die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in der Nähe von Hamburg. Wir bekamen eine
Führung über das Gelände und durch das Museum, hörten ergreifende
Geschichten über ehemalige Gefangene und erfuhren viel über den Ablauf und
die Regeln im KZ, unter denen so viele Menschen leiden mussten.
Das Konzentrationslager diente den Nationalsozialisten zur Zeit des Zweiten
Weltkriegs als Gefangenen- und Arbeitslager politischer Gegner.
Unter extrem widrigen Bedingungen wurden die Gefangenen damals in Zügen nach Neuengamme transportiert, um anschließend einer Arbeit im Lager zugeordnet zu werden. Nur mit einer dünnen Leinenuniform bekleidet, mussten die Gefangenen über Monate bis Jahre hinweg zu jeder Tages- und Jahreszeit Schwerstarbeit verrichten.
Die schlechten Arbeits- und Hygienebedingungen führten dazu, dass die meisten Menschen bereits nach drei Monaten starben. Für einen schnellen Tod sorgten auch die stationierten SS-Soldaten, unter deren Hand es keine Gnade für die gefangenen Menschen gab. Sie wurden gezwungen, schnellstmöglich zu arbeiten, bekamen kaum etwas zu essen, wurden geschlagen und getötet.
Etwa 42.900 Menschen verloren dort wegen einer menschenverachtenden Rassenideologie von 1938 bis 1945 ihr Leben.
Als wir am Donnerstag über das Gelände gelaufen sind, lag in Hamburg noch zentimeterhoher Schnee und es war bitterkalt. Die Vorstellung, unter solchen Bedingungen nur in einer Art Schlafanzug steckend feuchten Lehm im Laufschritt über das Gelände schleppen zu müssen, ist beängstigend und sollte ein Weckruf für alle Menschen sein, die die Geschehnisse des Zweiten
Weltkriegs relativieren oder sogar den Holocaust leugnen.
Gedenkstätten wie Neuengamme dienen dazu, die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg zu bewahren, um verheerende Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, und es ist unsere Aufgabe, dieses Wissen in unseren Alltag zu tragen und danach zu handeln, um ein erneutes Aufsteigen faschistischer oder nationalsozialistischer Kräfte zu verhindern.
Autorinnen: Laura Büchler / F. Klages




