Um 4:45 startete unsere Reise nach Frankreich. Nach einer 15-stündigen Fahrt mit vielen kleinen Pausen, Musik, französischen Vokabeln und viel Vorfreude auf das, was kommt, sind wir endlich in unserer Partnerstadt angekommen. Die Familien nahmen unsere aufgeregten Schüler:innen in Empfang. Und anschließend ging es dann nach Hause. Einige haben noch eine Kleinigkeit gegessen, andere waren so müde, dass sie sofort ins Bett gefallen sind. Man musste sich ja auch gut ausruhen, denn am nächsten Tag gab es einen Einblick in den harten französischen Schulalltag:)
Autorin: Tatjana Baronkin
Unser erster Tag in Écommoy begann um 8:30 Uhr mit der ersten Stunde und einem gemeinsamen Frühstück. Ganz klassisch französisch gab es Croissants, Pains au chocolat und chocolat chaud (Kakao). Anschließend besprachen wir unseren Wochenplan und hörten uns eine Präsentation an, die die französischen Schüler extra für uns vorbereitet hatten.
Danach wurde uns die Schule einmal komplett gezeigt. Sie war bunt gestaltet und im Vergleich zu unserer Schule sehr offen aufgebaut, da es keine richtigen Eingangstüren gab. Stattdessen gibt es einen überdachten Hof mit Türen, die zu den verschiedenen Gängen führen.
Im Anschluss hatten die Schüler ihre erste Pause, die 20 Minuten dauerte. Danach gingen wir Deutschen für kurze Zeit ins Rathaus, bevor wir wieder zur Schule zurückkehrten. Die Pausenzeiten sind dort immer unterschiedlich. Die nächste Pause, die gleichzeitig die Mittagspause ist, dauert nämlich zwei Stunden, für manche Schüler aber etwas kürzer. Für die Kantine werden die Schüler klassenweise gezählt, damit jeder einen Platz bekommt.
Um 14 Uhr begann der Unterricht wieder. Jede Unterrichtsstunde dauert eine volle Stunde, außer die Stunde von 15:00 bis 15:50 Uhr. Danach haben die Schüler bis 16:00 Uhr ihre letzte Pause, bevor die Schule um 17:00 Uhr für alle endet.
Nach der Mittagspause wurden wir zu zweit auf die verschiedenen Kurse aufgeteilt. Dort erhielten wir einen kurzen Einblick in den Schulalltag der 8. und 9. Klassen am Collège. Da die Schülerinnen und Schüler im Collège nicht wie bei uns auf Real-, Hauptschule und Gymnasium aufgeteilt werden, fällt es manchen schwerer, dem Unterricht ohne Probleme zu folgen.
Trotzdem kamen wir gut zurecht. Im Kunstunterricht lernten wir zum Beispiel, wie man am Computer ein 3D-Gebäude erstellt. Im Englischunterricht waren wir den anderen Schülerinnen und Schülern teilweise etwas voraus, sodass wir gut mitarbeiten konnten. Zum Abschluss führten wir sogar noch eine kleine Improvisation vor.
Nach der Schule war unser gemeinsamer Schultag vorbei. Danach ging jeder mit seinem Austauschschüler nach Hause, wo gleich die Pläne fürs Wochenende besprochen wurde.
Autorinnen: Emilia Acis (G10a), Lotta Büttelmann (G10a) und Zoe Jerschewski (G10b)



