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Echo: 50 Jahre Stuhr - ein Blick auf die Bildung
Das 50-jährige Jubiläum ist nicht nur für Stuhr ein großer Meilenstein, auch die KGS Stuhr-Brinkum feiert damit einen großen Erfolg.
Die Schule entstand ebenfalls vor etwa 50 Jahren, aus dem Gedanken ein gymnasiales Angebot in der Gemeinde zu schaffen und dies möglichst sinnvoll umzusetzen. Die Schule ist bis heute essenziell für Stuhr, besonders, da es immer noch die einzige Schule mit gymnasialer Oberstufe in der Gemeinde ist.
1977 waren der damalige Neubau und das heutige A-Gebäude fertig gebaut. Dort gingen damals 2500 Lernende zur Schule, was für das Gebäude definitiv etwas viel war, wodurch so genannte „Wanderklassen“ entstanden, die regelmäßig die Unterrichtsräume wechseln mussten.
So kamen eben auch schnell zu diesem Gebäude und den Räumen der Feldstraße die zwei Anbauten im Brunnenweg dazu. Und etwas später, 2006, wurde dann auch die Mensa eingeweiht.
Weitere Erfolge, die auf jeden Fall nennenswert sind, sind der Start des bilingualen Unterrichts ab der siebten Klasse auf dem Gymnasialzweig ab 1991 und die Einführung von Integrationsklassen in Jahrgang fünf ab 1994.
Nun kamen besonders in den letzten 20 Jahren viele Veränderungen auf die Schule zu.
Dazu gehörte unter anderem, dass 2004 die Orientierungsstufe von der Regierung abgeschafft wurde und somit schon ab der fünften Klasse in die Schulzweige unterteilt wurde. Das hat auch zu Veränderungen der Nutzung des Feldstraßengebäudes geführt, da dieses damals für die Orientierungsstufe genutzt wurde.
2006 wurde schließlich das Zentralabitur in Niedersachsen eingeführt. Dadurch veränderte sich der gesamte Unterricht stark, wie uns der aktuelle kommissarische Schulleiter Herr Meyer mitteilte. Die Klausuren seien viel methodenorientierter geworden. Das helfe natürlich die Ergebnisse mit denen anderer Schulen besser zu vergleichen, nahm jedoch den Lehrerkräften einiges an Freiheit, um den Unterricht und die Klausuren zu gestalten.
Zwischen 2011 und 2018 wurden alle Gebäude im Brunnenweg grundsaniert. Dies wurde durch ein Gesetz der EU zur Energieeffizienz losgetreten und entsprechend unterstützt. Viel ändern durfte man leider dadurch nicht an der Struktur der Räume. Es hat sich laut Schulleitung zwar definitiv gelohnt die Gebäude zu sanieren, jedoch wird durch die geringe Freiheit bei den Umbauten bedauert, dass die Räume zum Beispiel etwas sinnvoller hätten strukturiert werden können. Unter anderem fehle es an Differenzierungsräumen, besonders seit die Inklusion immer mehr in den Vordergrund rücke, so die stellvertretende Schulleiterin Frau Groeneveld.
Das wahrscheinlich einschneidendste Ereignis mag Corona gewesen sein. Lockdown, neue Gesundheitsstandards und vor allem die Digitalisierung. Besonders letzteres hatte mich persönlich sehr an der Schule erstaunt, denn innerhalb weniger Jahre ist extrem viel passiert. Plötzlich wurden aus Kreidetafeln Smartboards, die Schule hat anfangs mit der niedersächsischen Bildungscloud gearbeitet und ist mittlerweile auf Iserv umgestiegen. Zudem ist der Stundenplan nun von überall erreichbar, was nicht nur für die Nutzenden das Einsehen erleichtert, sondern auch das Bearbeiten für die Lehrkraft, die den Plan macht. Etwas, was viele nicht wissen, ist, wie der Vertretungsplan früher gemacht wurde. An die Website erinnern sich wohl die meisten, aber noch vor einigen Jahren wurde der Plan analog mit einer Stecktafel erstellt. Heutzutage ist dies kaum vorstellbar. Besonders Iserv und WebUntis haben viele Prozesse vereinfacht, unter anderem den Kontakt zwischen Lehrkräften und Lernenden, das Weitergeben wichtiger Informationen, das Wählen von Kursen und vieles mehr wurde viel effizienter und zugänglicher.
Auch nicht zu vergessen sind die Projekte, die die Schule zu dem machen, was sie heute ist. Dazu zählen zum Beispiel Traditionen wie der Weihnachtsbasar, der bald wiederkommen soll, der Sporttag, die Projektwoche, der Plattdeutschwettbewerb und das Tennisturnier der Lehrkräfte.Was die Schule aber besonders auszeichnet, sind die Partnerschaften mit Schulen im Ausland. Somit findet regelmäßig ein USA Austausch statt, sowie ein Austausch mit einer französischen Schule in Ecommoy und einer Schule in Molins De Rei in Spanien.
Die Gemeinde hat ebenfalls einen großen Beitrag zur Entwicklung der Schule beigetragen. Herr Meyer charakterisierte das Verhältnis zwischen Schule und Gemeinde als „offen, konstruktiv und vertrauensvoll“. Es sei erkennbar, dass die Gemeinde uns sehr zugewandt und die Schule der Gemeinde sehr wichtig sei. Auch Bürgermeister Korte teilt diese Meinungen. Die Schule habe einen sehr guten Ruf in der Gemeinde. Für Stuhr sei Bildung immer von oberster Priorität. Besonders im Vergleich zu Bremer Schulen sei der Kontrast groß. Die Gemeinde habe in der Vergangenheit bei vielen Projekten gemeinsam mit der Schule kooperiert, sei es eine Berufsmesse oder eine Kunstausstellung im Rathaus zu organisieren. Die aktuelle Schulleitung sei auf einem guten Weg, das Ziel wieder ein „Leuchtturmprojekt“ in Stuhr zu werden, zu erreichen.
Als Fazit möchten wir Herr Korte und der Schulleitung zustimmen; unsere Schule ist trotz vieler Schwierigkeiten auf einem guten Weg.
„Ihr habt eine tolle Schule und schöne Gemeinde. Ich bin ein sehr positiver und optimistischer Mensch und finde die Entwicklung gut.” – Korte
Verfasst von: Blake Meiners




